Besuch von Prof. Dr. Ulrich Goll 

Abiturienten debattieren mit Justizminister a.D.

Fellbach. Anlässlich des Tags der Freien Schulen in Baden-Württemberg hatte die Akademie Fellbach hohen Besuch:

Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP), Justizminister a.D. Die Schüler der Abschlussklassen des Technischen und Wirtschaftsgymnasiums hatten drei Themen für seinen Besuch vorbereitet und debattierten diese kontrovers: die 2016 in Kraft getretene Novelle des Sexualstrafrechts ("Nein heißt Nein"), das geplante Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2030 und die Frage von Familiennachzug und beschleunigter Abschiebung für die Flüchtlinge. Nach Abschluss der jeweiligen Debatten bezog Herr Goll Stellung zu den Themen und wurde von den Schülern weiter mit Fragen gelöchert.

 

Die Debatten waren dabei für manche Überraschungen gut. Prof. Goll sprach sich für die Sexualstrafrechtsnovelle aus ("Die Signalwirkung des Strafrechts ist wichtig"), und erklärte den Schülern mit Beispielen aus der Praxis, warum er ihre Argumente der Beweisbarkeit für wenig stichhaltig empfindet. Auf der anderen Seite stieß seine Ablehnung des Verbrennungsmotorenverbots und der Förderung von E-Mobilität bei den Schülern auf Skepsis, während bei der Problemstellung eines neuen Einwanderungsrechts viel Konsens bestand.

 

Die Debatte war somit für beide Seiten ein Gewinn. Die praxiserfahrenen Ansichten eines Landtagabgeordneten stießen auf das Problembewusstsein aufgeschlossener, gut vorbereiteter Jugendlicher. Beide Seiten gingen in dem Bewusstsein auseinander, dass eine solche Veranstaltung bei nächster Gelegenheit wiederholt werden müsse.

Die Akademie Fellbach ist eine Einrichtung von 

Kolping Bildung Nordwürttemberg gGmbH